Claudia Loff

Mein Name ist Claudia Loff, ich bin verheiratet, habe zwei Kinder, arbeite seit 1990 in meinem Beruf als Diplominformatikern und lebe seit 1998 in Hockenheim.

 

Über die Jungen Liberalen habe ich während meines Studiums 1988 zur FDP gefunden. Freiheit und Selbstverantwortung in sozialer Verantwortung sind mir wichtig. Rassismus nehme ich persönlich.

 

Im Mai 2017 wurde ich von den Mitgliedern erneut zur Vorsitzenden des Ortsverbandes Hockenheim der FDP gewählt.

Informatik in alle Klassen der Schulen!

Ich möchte, dass alle Kinder in der Schule in Informatik unterrichtet werden, mit und ohne Computer.

Bisher gibt es bereits

  • Medienkompetenz (Umgang und Gefahren u.a. des Internets...) und
  • Applikationskompetenz (Schreibprogramm, Tabellenkalkulation)

jedoch wird kein Verständis für die Zusammenhänge gelehrt (die Wissenschaft Informatik).

 

Die Friedrich-Naumann-Stiftung hat allerdings bereits 2016 zum das Thema SMARTSchool Informatik in den Schulen gefordert. Soviel mir bekannt ist ist Informatik in allen Klassen noch keine FDP-Beschlusslage. Die FDP hat bisher als ersten Schritt die Digitalisierung von Schulen gefordert und meint damit in erster Linie Unterricht mit digitalen Medien ("raus aus der Kreidezeit" ist das Schlagwort). Details zu den Positionen der FDP zur Digitalisierung finden Sie hier.

 

Warum ich mich dafür einsetze Informatik flächendeckend in die Schulen zu bringen hat mehrere Gründe (Statistiken lasse ich hier weg, das Internet ist dazu Ihre "Freundin" ;-).

  • Wer etwas gestalten will muß Fähigkeiten und Wissen haben.
    Wer mitreden will muss sich schlau machen.
    Eine digitale Gesellschaft (also die Menschen die die Gesellschaft bilden) muß die Zusammenhänge verstehen, um die Chancen nutzen und die Risiken über ein Stammtischniveau hinaus beurteilen zu können.
  • die digitale Gesellschaft ist da und verändert sich - bereiten wir die Kinder vor sie zu gestalten und nicht nur zu nutzen
  • die digitale Berufswelt ist schon da und verändert sich
  • der Bildungsbereich paßt sich nicht schnell genug an, wir verlieren mindestens 10 Jahrgänge!
  • Informatik eröffnet enome Möglichkeiten
  • Chancengleichheit und Gleichberechtigung: Mädchen müssen vor dem Alter von 14 Jahren für Technik begeistert werden, danach erlauben es sich die meisten nicht mehr weil sie die gesellschaftliche Meinung dass Technik unweiblich sei verinnerlicht haben (s. Statistiken).
    Alle Kinder in Deutschland müssen unabhängig von ihrer Herkunft/Familie Zugang zu den Möglichkeiten bekommen ihre Zukunft zu gestalten (s. Erlebnis).

Persönliche Gründe/Erfahrungen

  • In der Oberstufe meiner Schule (Anfang der 1980er) gab es 1! (in Worten "einen") PC für eine ganze Klasse. Und zwar nur für den Mathe-Leistungskurs. 
    Naturgemäß (?) stand ich als eines von zwei Mädchen der Klasse in der letzten Reihe (meine Ellenbogen waren zwar spitz aber als braves Mädchen wollte ich sie nicht verwenden) und versuchte zu erhaschen, was meine Mitschüler mit "dem Ding"so taten.
    Kurz: Es reichte nicht um Programmieren zu lernen ABER es reichte um die enormen Möglichkeiten der Computer zu erkennen, den Menschen das Leben zu erleichtern! Das wollte ich genauer wissen und dazu beitragen! Ich studierte also als eines von 20 Mädchen unter 400 Anfängern an der Uni in Karlsruhe Informatik. 
    Eine ähnliche Geschichte erzählte im Oktober 2018 jemand der eine "Bastelstube" (neudeutsch "Makerspace") eröffnet hatte: Nach 3 Monaten haben sie bemerkt, dass sie nur männliche Tüftler hatten, bis sie mehr Geräte zur Verfügung stellten, so dass es keine Engpässe mehr gab. Wenige Wochen später tüftelten dort sogar mehr Frauen als Männer!
    Ein "Highlight" der Mediennutzung zu meiner Schulzeit war das "Sprachlabor", das ich hasste: Allein gelassen vom Lehrer, der mich ohne Vorwanung belauschen konnte, wollte ich mich gar nicht konzentrieren. 
  • Als mein Sohn in die Schule kam (2013) mußte ich entsetzt feststellen, dass sich die Situation in den Schulen nicht verbessert hatte: Keine Computer weit und breit, kein Interesse der Lehrkräfte und Eltern an Informatik-Themen!
    Das einzige neue "Medium", dass ich in der Institution Schule erkennen konnte war der Laserdrucker bzw -kopierer, mit dem die Lehrkräfte die Kinder in ihrem Unterricht an Bergen von Papier verzweifeln ließen. Das Abheften der Papierberge in der richtigen Reihenfolge in Schnellheftern nennt sich dann "Heftnote"! Die armen Bäume die so schnell im Müll landen! Das Material kostet die Eltern jedes Jahr Geld (2018 waren es bei einem Kind 80€ ohne Bücher). Zudem schleppen die Kinder das Papier im Ranzen durch die Gegend.
    Ich träume von einer Klasse in der die Kinder gute(!) Schulbücher haben, die als e-book ohne zusätzliche Kosten (! ) verfügbar sind und ich träume von Tablet-Geräten, auf denen die Kinder die Übungsblätter ausfüllen können oder sich ihnen mithilfe der Lehrkräfte über das Internet die Welt erschließen können. Wer per Google-Earth den heimischen Wasserturm verlassen kann öffnet sich der Welt. Wer darüber den Rhein entlang fliegt lernt viel über seinen Verlauf. Und JA: ich träume von in solchem Unterricht und individuellem Unterricht und sozialen Fähigkeiten geschulten Lehrkräften.
  • zuletzt möchte ich als Informatikerin die Gesellschaft von morgen auf die Reise in die digitale Zukunft mitnehmen nicht zuletzt damit diese auch zum Guten der Menschen stattfinden kann.
  • Darum habe ich 2015 ein Modul für Programmieranfänger an mehreren Schulen evaluiert und ein eigenes Modul zum Verständnis des Internets der Dinge erstellt.
  • 2016 haben mein Mann und ich zur Freude der Kinder (und ihrer zum Teil erst skeptischen Eltern) an einer Grundschule eine Informatik-AG durchgeführt (Module mit und ohne Computer). Da hat die 10jährige aus der AG später ihrer großen Schwester aus der 9. Klasse das Programmieren beigebracht. :-)